Die Fakultät


Über die Fakultät
Ziele und Entwicklung
Leitbild für die Lehre der Fakultät
Geschichte der Fakultät


Über die Fakultät
Im Zentrum von Wissenschaft und Forschung der Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg steht der Mensch in seinen sozio-kulturellen Verhaltensmechanismen und Denktraditionen. Die in der Fakultät vertretenen Institute verfolgen ein breites Spektrum wissenschaftlicher Fragestellungen – sowohl eigenständig als auch interdisziplinär, wobei die Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit innerhalb der Fakultät hohe Priorität genießt.

Die Fakultät gliedert sich in insgesamt fünf Institute. Diese sind: Das Institut für Bildungswissenschaft, das Institut für Ethnologie zudem auch die Abteilung Ethnologie am Südasien Institut gehört, das Institut für Gerontologie, das Psychologische Institut sowie das Institut für Sport und Sportwissenschaft.

Institut für Bildungswissenschaft
Die Bildungswissenschaft setzt sich mit der Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung auseinander. Hierbei werden die Zusammenhänge von Bildung und Erziehung analysiert und Perspektiven für eine verbesserte Gestaltung von Bildungs- und Erziehungspraxis entwickelt.

Institut für Ethnologie und Südasien-Institut, Abteilung Ethnologie
Die Ethnologie ist eine beschreibende, empirische und feldforschungsorientierte, vergleichende Kultur- und Sozialwissenschaft. Ihr Forschungsziel besteht darin, dynamische kulturelle und gesellschaftliche Prozesse sowie die Handlungskontexte und Motive der Erforschten für Außenstehende nachvollziehbar zu machen.

Institut für Gerontologie
Die Gerontologie setzt sich mit Phänomenen des Älterwerdens und Altseins auseinander. Untersucht werden die psychischen, sozialen, historischen und kulturellen Aspekte des Alterns und Alters. Großes Forschungsinteresse gilt der Analyse von Herausforderungen, mit denen ältere Menschen in der Welt von heute konfrontiert sind sowie den Formen des öffentlichen und privaten Umgangs mit der Endlichkeit und Verletzlichkeit menschlichen Lebens.

Psychologisches Institut
Im Zentrum der Psychologie steht der Mensch. Untersucht wird das Erleben und Verhalten des Menschen, seine Entwicklung im Laufe des Lebens und alle dafür maßgeblichen inneren und äußeren Ursachen und Bedingungen.

Institut für Sport und Sportwissenschaft
Am Institut für Sport und Sportwissenschaft werden Probleme und Phänomene im Umfeld von Sport und Bewegung analysiert. Die Sportwissenschaft ist interdisziplinär ausgerichtet und greift auf eine Reihe anderer Wissenschaften zurück. Aus diesem Grund ist der Forschungsbetrieb des Instituts breit gefächert.





Ziele und Entwicklung
Die Querschnittsthemen, die die Fakultät in den kommenden zehn bis 15 Jahren bearbeiten wird, umfassen:

(a) Bildung und Entwicklung im Lebenslauf,
(b) Beratung, Training und Therapie,
(c) Techniken und Medien in der Wissensgesellschaft,
(d) Interkulturelle Kompetenzen und Migration.

Die Arbeit an diesen vier Querschnittsthemen erfordert eine enge Kooperation zwischen den einzelnen Disziplinen, die durch die Schaffung von interdisziplinären Arbeitsgruppen gefördert werden soll – gerade in dieser engen Kooperation wird ein Potenzial zur weiteren Förderung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit gesehen. Die Definition von Querschnittsthemen und die darin zum Ausdruck kommende Kooperation zwischen verschiedenen Disziplinen sind als ein innovativer und zukunftsträchtiger Schritt zu werten, der die einzelnen Disziplinen in ihrem Forschungsprofil zusätzlich stärken kann. Zudem sind interdisziplinär ausgerichtete Lehrveranstaltungen zu nennen, die die Institute in Zukunft vermehrt gemeinsam anbieten werden. Die kontinuierlichen fachlichen Diskurse sowie die Erarbeitung disziplinübergreifender Forschungsanträge sollen durch Mittel aus einem neu einzurichtenden Fakultätsfonds unterstützt werden. Die Querschnittsthemen sollen auch in den weiter auszubauenden Diskurs mit anderen Fakultäten eingebracht werden. Zu nennen sind die Schnittmengen mit Sozialwissenschaften, Geisteswissenschaften und Theologie sowie mit der Medizin und den Lebenswissenschaften. Die Fakultät sieht eine wichtige Aufgabe darin, die Impulse zu fakultätsübergreifender Forschung und Lehre weiter zu stärken und die bereits bestehende fakultätsübergreifende Forschung auszuweiten. Damit will sie einen Beitrag zum Leitbild der Volluniversität leisten. Ein weiteres Kriterium bildet die Kooperation in fakultätsübergreifenden Graduiertenkollegs und Lehrangeboten.




Leitbild für die Lehre der Fakultät
Ziel der Lehre ist es, Studierende für ein breites Spektrum an Tätigkeiten in Forschung und Praxis zu qualifizieren.

Die Lehre zeichnet sich von Beginn des Studiums und für alle Studierende durch eine starke Forschungsorientierung aus. Dies bedeutet, dass neueste Forschungsergebnisse in die Lehre einfließen, die Studierenden nach Möglichkeit in laufende Forschungsprojekte eingebunden werden und die Studierenden zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten befähigt werden.

Gleichzeitig ist die Lehre durch einen starken Praxisbezug geprägt, der die Studierenden insbesondere auf sehr anspruchsvolle Berufe und neu entstehende Arbeitsfelder vorbereitet.

Um die Studierenden dazu zu befähigen, durch ihre Arbeit die Grenzen einzelner Disziplinen zu überschreiten, wird in der Lehre Wert auf transdisziplinäre Angebote gelegt. Um diese Angebote sicherzustellen, Pflegen die Lehrenden die Kontakte zwischen den Fächern der Fakultät und darüber hinaus.

Es werden vielfältige Lehr-Lernformate eingesetzt, denen eine hohe Wirksamkeit zur Vermittlung von Lernerfolg und der Motivation zur selbstständigen Weiterbeschäftigung mit den Themen gemeinsam ist. Um diese Ziele zu erreichen, nutzen die Lehrende bewährte und innovative Methoden, kombinieren verschiedene Vermittlungs- und Arbeitsformen, greifen auf moderne Technologien zurück und regen die Studierenden zur aktiven Teilnahme und Mitgestaltung an.

Die Unterstützung von Präsenzlehrveranstaltungen durch E-Learning-Elemente [z. B. Blended Learning] eröffnet unseren Studierenden und Dozierenden neuartige Formen der Kooperation und Kommunikation. Webbasierte Kommunikation- und Arbeitsformen intensivieren den fachlichen Austausch der Studierenden untereinander, erhöhen die individuelle Betreuung durch die Dozierenden und unterstützen das forschungsbasierte [Gruppen-]Lernen durch die Bereitstellung webbasierter Tools.

Die Studierenden werden durch die Lehre auch auf Anforderungen vorbereitet, die mit der zunehmenden Internationalisierung einhergehen. Zu diesem Zweck vermitteln Lehrveranstaltungen interkulturelle Kompetenzen und finden nicht nur in deutscher Sprache statt. Darüber hinaus werden Auslandsaufenthalte während des Studiums angeregt und unterstützt, so wie umgekehrt ausländische Studierende durch attraktive Studieninhalte und Unterstützungsangebote gewonnen werden sollen.

Die Qualität der Lehre wird systematisch sichergestellt und weiterentwickelt, indem regelmäßig Evaluationen einzelner Lehrveranstaltungen, ganzer Studiengänge und Absolventenbefragungen stattfinden.




Geschichte der Fakultät
Im Jahr 2002 wurde an der Ruprecht-Karls-Universität vom Senat eine Neugliederung der Fakultäten beschlossen. Statt der ehemals 15 Fakultäten wurden diese auf 12 Fakultäten reduziert. In diesem Zuge wurde ebenfalls eine Umbenennung der Fakultät für Verhaltenswissenschaften in Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften vorgenommen. Seitdem existiert die Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften in ihrer gegenwärtigen Form mit ihren fünf Instituten. Allen Fächern gemeinsam sind, die universitäre Etablierung des jeweiligen Institutes im 19. Jahrhundert und ihre somit recht junge Fachgeschichte.

 



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Letzte Änderung: 23.06.2016